Viele nette Leute, viel Gruen, Donau und Cocker Spaniels. Das gibt es in Serbien. Und das Jo Quadrat lernt fleissig kyrillisch zu lesen und fragt sich, wie die Serben es schaffen, bei all dem Essen nicht kugelrund zu werden. Wir kugeln uns bestimmt durch Bulgarien und Istanbul.
Doch bevor es so weit ist, schauen wir uns noch ein bisschen mehr in Serbien um. Gesehen haben wir bereits unglaublich viele Briten am Exit Festival in Novi Sad, eine Stadt noerdlich von Belgrad. Das Exit Festival feierte dieses Jahr seinen 10. Geburtstag. Seine Geburtsstunde hatte es als Protestaktion gegen Milosevic, 100 Tage haben die Leute in der Burg von Novi Sad ausgeharrt, bis Herr Milosevic endlich abtrat.
Doch bevor es so weit ist, schauen wir uns noch ein bisschen mehr in Serbien um. Gesehen haben wir bereits unglaublich viele Briten am Exit Festival in Novi Sad, eine Stadt noerdlich von Belgrad. Das Exit Festival feierte dieses Jahr seinen 10. Geburtstag. Seine Geburtsstunde hatte es als Protestaktion gegen Milosevic, 100 Tage haben die Leute in der Burg von Novi Sad ausgeharrt, bis Herr Milosevic endlich abtrat.
Von dieser urspruenglichen Atmosphaere haben wir nicht mehr viel gespuert. Was nicht heissen will, dass das Exit Festival keine Atmosphaere hat. Ganz und gar nicht, die versteckten Konzertbuehnen mit vielen kuriosen Kuenstlern in allen moeglichen Winkeln der Burg sind sehr speziell. Der Platz vor der Hauptbuehne beim Auftritt von internationalen Sternchen platzte allerdings aus allen Naehten, sodass ich mich bei "Prodigy" gar nicht erst in die Menge traute.
Tagsueber liessen wir es uns nicht entgehen, die Gegend um Novi Sad ein bisschen zu erkunden. Ich konnte Johannes sogar (wieder einmal :-) fuer einen Drahtesel begeistern, mit dem wir ein bisschen durch die Huegel der Fruska Gora und der Donau entlang kurvten.
Nach drei Tagen Exit ging es mit dem Zug weiter nach Belgrad. Ganz unbeschwert trottete das Jo Quadrat zum Bahnhof, nichts ahnend, dass das wohl auch ca. 1000 andere Exit Besucher tun koennten... mit dem Resultat, dass der Bahnhof von Novi Sad ein bisschen ueberquoll und es ueber eine halbe Stunde dauerte, bis alle Leute inkl. dem Jo Quadrat in dem kleinen Zug "verstaut" waren.
Wir hatten dabei noch mehr oder weniger Glueck, gleich bei der Tuer fanden wir ein bisschen freien Boden, auf den wir unsere Rucksaecke hinstellen und drauf sitzen konnten. Gleich bei der Tuer waren wir zudem verantwortlich fuer die Regulierung der "Klimaanlage" - sprich: Tuer auf, Tuer zu!
Belgrad - eine faszinierende Stadt! Eine Stadt, die wirklich nie zu schlafen scheint und die Menschen staendig irgendwohin flanieren. Und viel Fleisch essen und noch viel mehr Glace schlecken. Auf unserer Besichtigungstour war neben der Zitadelle, der Altstadt und der praechtigen orthodoxen Kirche auch das Grabmal Titos.
Da wurde mir gluecklicherweise mein mulmiges Gefuehl, das mich in Serbien jedes Mal beim Aussprechen meines Namens ueberkam, von zwei jungen Slowenen genommen. Die Frau von Tito hiess Jovanka... gluecklicherweise gehoerte Tito wohl zu den besseren aller Diktatoren. Die jungen slowenischen Herren konnten mich ohne boese Assoziationen begruessen und mir ihre Wahrnehmung Titos erklaeren.
Mit diesem Wissen reiste es sich gleich viel leichter in Serbien. Nach laengerem hin und her ueberlegen entschied sich das Jo Quadrat fuer die Variante A: Serbien mit Mitauto erkunden.
Ha, und was fuer ein Mietauto! Ein original Yugo Koral 1.1! Knallrot! Ohne Servolenkung natuerlich und Klimaanlage ist was fuer Schwache! Mit der kleinen roten Buechse gings gen Sueden. Erster Halt war Topola. Da befindet sich die Familiengruft der serbischen Koenigsfamilie in der Krypta einer Kirche, die ihresgleichen sucht. Millionen von Mosaiksteinen erzaehlen die Leidensgeschichte Jesu.
Nach so vielen Mosaiksteinchen brummten unsere Maegen ein bisschen und nach einigem Nachfragen bei der lokalen Bevoelkerung (das serbische Wort fuer Essen "Rucak" und mit dem Finger auf unsere Baeuche zeigend) bekamen wir mehrfach dasselbe Restaurant genannt. Nun gut, also dahin. Nur leider kriegen wir nur eine serbische, mit kyrillischer Schrift geschriebene Karte... aber Gulasch, das verstehen wir - das nehmen wir. Hmmm, und das war fein. Yammieyammie! Gestaerkt ging es wieder in unsere kleine, wirklich heisse Buechse weiter gen Sueden, nach Mokra Gora, von wo aus wir am folgenden Tag per Autostopp (diese Geschichte folgt muendlich) die Bruecke ueber die Drina in Visegrad besichtigten, einen etwas grossen Abstecher nach Bajna Basta unternahmen, um schliesslich unser Nachtlager in Novi Pazar aufzuschlagen. Tja, und dann gings auch schon wieder zurueck nach Belgrad, von wo wir mit dem Nachtzug nach Sofia fuhren.
Und wie ihr sicherlich bereits bemerkt habt, aendert sich an meiner Bloggerei so ziemlich gar nichts... immer im Verzug. Von unseren Erlebnissen in Bulgarien erzaehlt euch schon bald die andere Haelfte des Jo Quadrats.
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