Samstag, 30. August 2008

In Tansania gibt's keine Pandabaeren! Und auch keine Dinosaurier :-(


Weder in den Nationalparks noch in den Bergen. Dafuer gibt es Schnee. Jawohl! Man glaubt es kaum. Da ist man mitten in Afrika und friert sich fast die Finger ab, und die Nase gleich dazu. Aber erst mal von vorne... oder vielleicht von oben...

Wir schreiben den 26. August (ups, Haeppi Boersdei Karin!), es ist 7.16 Uhr fruehmorgens, da steht das Jo Quadrat bereits auf 5895 Metern ueber Meer auf dem hoechsten Gipfel Afrikas. Viel interessanter sind aber wohl die Stunden und Tage davor. Also doch von vorne, oder unten - wie ihr wollt.

Bevor wir uns an den maechtig grossen Kilimanjaro gewagt haben, akklimatisierten wir uns auf Safari und auf dem vergleichsweise herzigen Mount Meru ("nur" 4560 Meter). Und endlich, endlich, nachdem sich vor 2 Jahren die suedafrikanischen Loewen vor mir versteckt hatten, sind die tansanischen Brueder zum Glueck etwas mutiger. Ein bisschen Angst hatten sie zwar vor Johannes, sonst waeren sie wohl schon etwas naeher an unseren Jeep gekommen. Dafuer konnten wir Elefanten, Giraffen, Zebras und Pumbas fast streicheln. Eine riesengrosse Elefantenfamilie mit vielen suessen Elefantenbabies (die ich alle mitgenommen haette, wenn Johannes nicht so viel dagegen gehabt haette) ueberquerte grad vor unserem Jeep die Strasse, und Zebras gab es zuhauf. Aber eben, keine Pandabaeren, und auch keine Dinosaurier. Und die Rhinozerosse haben sich geschickt versteckt.

Vier Tage sind wir mit Jeep, einem amerikanischen Paerchen und einer Britin, deren Freundlichkeit dem Ruf ihrer Kueche entsprach (Anm. J.F.), durch vier tansanische Nationalparks gekurvt. Mit dabei natuerlich der Ngorongoro Krater. Dieser Krater hat sich vor ganzganz vielen Jahren durch eine Bergimplosion gebildet und wird heutzutage von zahlreichen Tieren bevoelkert. Da die Kraterwaende sehr steil sind, bilden diese sozusagen ein natuerliches Gitter und damit kann man diesen Krater als riesigengrossen natuerlichen Zoo bezeichnen. Am besten hat uns aber der Tarangire Nationalpark gefallen. So haben wir uns Afrika vorgestellt: Weite Steppen, viele Baobabbaeume und viele Elefanten, Giraffen, Pumbas und Zebras.

Nachdem wir uns an die ganzen Tiere akklimatisiert hatten, ging es einen Schritt weiter in unserer Kilimanjarovorbereitung: ab auf den Mount Meru!

Drei Tage haben wir uns fuer die Besteigung dieses Bergs Zeit gegeben. Am ersten Tag wanderten wir drei Stunden durch den dicht besiedelten Regenwald des Arusha Nationalparks bis zur ersten Huette, vorbei an Bueffeln, Pumbas und Colobussen - das sind Affen, die eigentlich gerne ein Zebra waeren und sich darum schwarz-weiss anziehen.

Mit dabei war Bais, unser bewaffneter Ranger (Bueffel, etc), und ein franzoesisches Paerchen, das leider nicht ganz so fit war. Am zweiten Tag ging es auf 3500 Meter zur zweiten Huette und nach einer kleinen Pause zur Akklimatisierung gleich weiter auf den Little Meru (3800 Meter). Nach dem Little Meru hat sich das franzoesische Paerchen bereits zurueckgezogen und so ging es ein paar Stunden spaeter nur fuer Johannes und mich auf den "richtigen" Mount Meru. Trotz 6 Wochen Indien waren Johannes und ich erstaunlich fit und so konnte ich unsere Abmarschzeit um eine Stunde nach hinten verschieben... auf 2 Uhr morgens, oder wohl eher mitten in der Nacht!

Die ersten Stunden des Aufstiegs waren sehr angenehm, ging gemuetlich bergauf, zuerst noch durch Wald und dann naeherten wir uns langsam via einem Grat dem Meru. Bei fast Vollmond brauchten wir nicht einmal unsere Stirnlampen. Nur die letzte halbe Stunde war sehr anstrengend. Der Gipfel war bereits in Sichtweite, doch irgendwie wollte er einfach nicht naeher kommen. Um 6.50 Uhr hatten wir es dann geschafft. Belohnt wurden wir mit einem wunderschoenen Sonnenaufgang und einer Sicht auf den Kilimanjaro, der so von der Ferne ganz lieb und harmlos ausschaut. Leider war es auf dem Gipfel ziemlich kalt und so machten wir uns schon bald wieder an den Abstieg. Alles wieder runter zur ersten Huette auf 2500 Meter. Von der wurden wir "gerettet". Ja, richtig gelesen, gerettet, mit einem richtigen Rettungswagen (der seinen Titel aber nur deshalb verdient, weil man sich gerettet fuehlt, wenn man aussteigt; Anm. J.F. - der auf der Ladeflaeche und nicht auf dem geheizten Beifahrersitz Platz nehmen durfte). Das machen fast alle so, die sich nur drei Tage Meru geben. War auch gut so, meine Beine schmerzten die folgenden zwei Tage schon genuegend.

Zurueck in Arusha gab es zuerst eine heisse Dusche und ein feines Abendessen. Zwei Tage hatten wir Zeit, uns fuer den Kilimanjaro zu erholen. Doch von dieser Besteigung erzaehlt euch mein Gastreporter in Kuerze! Bis dahin, machts gut und besser und haltet die Ohren steif. Fuer uns heisst es jetzt erst einmal "Sansibar, oder der letzte Grund"!



Freitag, 8. August 2008

Auf und ab, links und rechts


Diu: Das neue Goa. Eine ehemalige portugiesische Kolonie mit Palmen, Strand, fliessendem Alkoholausschank und ohne das stampfende Technogerumpel. Dafuer gibt es in Diu den Monsun. Und was fuer einen! Von Udaipur mit dem Nachtbus (zu Kojen umfunktionierte, bessere Gepaeckablagen) mitten rein in den Bundesstaat Gujarat. Gujarat bildet das westliche Ohr des indischen Subkontinents, und ein grossses Stueck des Bundesstaats ragt in Form einer Halbinsel in den indischen Ozean hinein. Der Nachtus brachte uns in die schwuele Mitte Gujarats. Von dort hangelten wir uns dann per oeffentlichem Bus ans Ohrlaeppchen Indiens hinunter.

Je naeher wir der kleinen Insel kamen, desto weniger Sonnenstrahlen fielen durch die Busfenster. Nach (ueberraschend kurzen) fuenf Stunden Fahrtzeit ueberquerten wir die Bucht von Diu - bei starkem Wind und Nieselregen. Nach kurzer Umfrage unter herumstehenden Einwohnern mussten wir leider feststellen, dass das indische Verstaendnis von gutem Wetter sich nicht 100 prozentig mit unserem deckt. Auch sie moegen es warm und nicht zu heiss, ob denn da nun Sonnenstrahlen oder Regentropfen vom Himmel kommen, ist ihnen jedoch einerlei. Wir hatten uns beide wohl zu sehr auf die Woche Strandleben gefreut und die Zusicherungen guten Wetters nicht weiter hinterfragt. Einmal auf Diu angekommen, war uns jedoch schnell klar, dass wir auf dieser Insel nicht sonderlich lange bleiben wollen. Aber wohin? So ein Ohrlaeppchen ist relativ weit weg von allen anderen sehenswerten Teilen des Gesichts.


Wir entschieden uns, Varanasi vorzuziehen und einen kurzen Abstecher in den Norden Indiens zusaetzlich ins Programm zu nehmen. Also auf ging's, mit einem vom Monsun (auch innen) gut gewaschenen, oeffentlichen Bus in schlappen 10 Stunden direkt nach Ahmedabad, die Hauptstadt Gujarats. Die drei Stunden Wartezeit am dortigen Bahnhof waren atemberaubend. So einen Smog hat die Welt noch nicht gesehen! Aber um neun Uhr abends kam dann schon der Nachtzug nach Varanasi. Geuebte Zugfahrer wie wir sind, fanden wir frueh in unsere Liegen und spendeten sogar einer australischen Reisenden Trost. Ihr sei ein bisschen mulmig vor der langen Reise, meinte sie. Keine Angst, beruhigten die erfahrenen Traveler Ruoss und Fritz, in indischen Zuegen schlaeft man gut. Ja schon, meinte die Australierin, aber 36 Stunden in so einem Zug ... 36 Stunden?! Die entspannt daliegenden Reisenden sitzen nun senkrecht auf ihren Betten. Wie 36 Stunden? Nach Varanasi? Das sind doch nur 12! Aber, aber ... Hoppla, falscher Zugplan. Die Australierein hat recht und die Reisenden lange Gesichter. Nach erstem Schock ueber die nun insgesamt 50 stuendige Abreise von Diu wurden die erfahrenen Reisenden ihrerseits von einem noch erfahreneren Inder beruhigt. Ein zufaellig im selben Abteil naechtigender Ingenieur der indischen Bahn stand geduldig Rede und Antwort, insbesondere in Verpflegungsfragen. Obwohl anfaenglich ein Greuel, stellte sich die lange Zugfahrt im Nachhinein als willkommene Ruhepause heraus. Dank einem angenehmen Abteilnachbarn konnten wir den ganzen Tag ausruhen und kamen so recht entspannt in Varanasi an.

Der Weg zum Hotel zeigte uns schon, warum Varanasi im Reisefuehrer als indischste aller Staedte bezeichnet wird. Nach einer kurzen, lauten Rikschafahrt fuehrte uns der Fahrer durch ein wuselndes Gewirr enger Altstadtgassen, in dem den Reisenden auch Tage spaeter noch jede Orientierung fehlte. Und wie man die Spuren des Monsuns in ganz Indien mindestens sieht, starren sie einen in Varanasi regelrecht an. Die ueppigen Regenfaelle im Norden des Landes haben das Gangesufer in die Stadt hinein gehoben. Die beliebte Uferpromenade, von der aus tausende Hindus ihr religioeses Bad nehmen, liegt nun Meter unter der Wasseroberflaeche. Will man von einem Steg zum anderen kommen, muss man nun wohl oder uebel durch die verschachtelte Altstadt, vorbei an zahllosen Bazarstaenden mit ihren eifrigen Geschaeftsleuten (vgl. "Hello, my freeeeeeend").
In den drei Tagen packte Indien noch einmal ordentlich zu. Die Stadt ist eine der "Top Ten"-Pilgerorte der Hindus, wie uns ein netter Museumsmitarbeiter erklaerte. Dabei muss ein heiliger Fluss nicht unbedingt so klar wie Weihwasser sein. Die Stadt, die Wirtschaft und der Mensch gaben dem Ganges eher die Farbe eines Schwarztees mit ordentlich Milch drin (indisch: "Chai-Tea"). Nicht nur waescht sich der gute Hindu mit den heiligen Wassern des Ganges. Auch die Beisetzung soll entweder in Flammen am Ufer des Flusses oder im Falle besonderer Reinheit als Ganzes im Fluss erfolgen. Die festliche Verbrennung der Dahingeschiedenen wird zentral an einem der Stege gefeiert. Der Zufall setzte unser Hotel sehr nah an diesen Steg, sodass unsere ersten Meter in Varanasi uns direkt dorthin fuehrten - noch vor dem Fruehstueck.

Fuers erste bedient, fuhren wir per Fahrradrikscha ans andere Ende der gefluteten Uferpromenade und genossen bei Kaffee, Tee und Mittagessen Varanasi aus der Ferne. Neben einem Besuch des ersten Predigtortes des Buddha wurden wir in der Gangesstadt noch Zeuge eines ganz besonderen Spektakels. Wie gesagt mag der Inder seine Sonne gerne mal verdeckt. Religioes von ueberdurchschnittlicher Bedeutung ist jedoch, wenn die Sonne nicht von Wolken sondern zumindest teilweise vom Mond versteckt wird. So geschehen am 1. August und Grund genug fuer Tausende, sich kurz vor Sonnenuntergang im angeschwollenen Ganges zu baden. Vom Strom der Pilgernden fast mit in den Fluss geschwemmt, konnten Jovanka und ich gerade noch entkommen und dieses Bad in der Menge in Ruhe von einem Cafe aus bestaunenen (s. Video unten).
Beeindruckt und in froher Erwartung ging es dann ueber Delhi in den bergigen Norden des Landes. Fuer die letzten Tage in Indien hatten wir uns einen Ort herausgesucht, der im starken Kontrast zur Gangesstadt so gar nicht ins Land passen will: Feinster Kaffee, angenehme Temperaturen, nette und unaufdringliche Einwohner ... aus dem tibetischen Hochland. Zum Abschluss der Indienreise blieben Jovanka und ich vier Tage im beschaulichen McLeod Ganj. McLeod Ganj ist der Nachbarort Dharamsalas, dem indischen Exil des Dalai Lama. Umzingelt von tibetischen Flaggen und besonders alternativ gekleideten Reisenden ist der kleine Ort Ausgangspunkt fuer kleine und groessere Bergtouren oder wochenlangen Reisen ins Selbst.
Um der besseren Erholung willen und bereits mit Mt.Meru und Kilimanjaro im Kopf blieben die Reisenden jedoch auf den gemuetlichen 1.800m Seehoehe des Ganj. Nach viel Kaffee, Schach und Wuerfelspiel sind wir nun reisefertig fuer Tanzania. In aller Herrgottsfruehe des Sonntag, 10. August verlassen wir Delhi und erreichen Dar-es-Salaam am Mittag europaeischer Sommerzeit.


Montag, 4. August 2008

You are here to have fun, not to be punished!

Mit diesen Worten versuchte uns Rezeptionist Arwin von den Vorzuegen einer Eintages-Kamelsafari zu ueberzeugen. In der vorigen Nacht waren wir mit dem Zug von Jaipur nach Jaisalmer gereist. Auf hellblauen Kunstlederliegen schliefen wir mitten hinein in die Wueste Thar. Nachdem wir uns fuer eines der huebsch dekorierten Zimmer im Desert Boy's Guest House entschieden hatten, sassen wir nun wieder dem diensthabenden Wuestenbub gegenueber. Allerdings konnten uns seine gut gemeinten Saetze und die Auskuenfte auscheckender Gaeste nicht wirklich ueberzeugen - nach einer kurzen Rundschau bei weiteren Kameltreibern Jaisalmers und einer fuer indische Verhaeltnisse hervorragenden Tasse Kaffee entschieden wir uns fuer die zwei-Tage-zwei-Naechte-Variante sogar inklusive Option auf einen dritten Tag. Schon am naechsten Morgen sollte es losgehen.



Bis dahin blieb uns aber noch genug Zeit um das malerische Fort Jaisalmers einen Nachmittag lang zu erkunden. Denn wirklich viel zu belaufen gibt es nicht in dieser Bastion. Mitten in der Wueste auf einen Huegel gesetzt, umkreisen die Mauern Jaisalmers eine Kleinstadt von hoechstens 700m Breite. Wenn es schon nicht viel zu bauen gab, warfen sich die Steinmetze bei der Verziehrung der wenigen Haeuser umso mehr ins Zeug. Der weiche Sandstein erlaubt selbst kleinen Huetten ueppige Blumenmuster und fein geschnitzte Erker.

Aber genug vom zierlichen Leben, hinein in die Wueste. Wie so Vieles in Indien, ist auch "Wueste" ein dehnbarer Begriff. "Wueste" ist, wenn es so heiss ist, dass es nur noch Kamele und wild gewordene Touristen dort aushalten. Mit dem Sand und den Duenen ist man dann schon flexibler. Es gibt sicherlich beides, aber halt nicht immer und ueberall. Dafuer aber Windraeder. In einer Gruppe von sieben bis elf Reisenden, je einem Trampeltier und fuenf Guides wankten wir vorbei an Indiens alternativen Energiequellen. Kaum waren diese hinter uns, meldete sich erstmals das Gesaess oder genauer die innere Seite der Schenkel. Denn ein Kamel laeuft nicht wirklich rund und wenn man noch nicht die natuerliche Balance in diesem staendigen links-rechts-vor-zurueck gefunden hat, dann klemmt man sich mittels Oberschenkel schon mal fest an seinem Reittier.

Bei der Zuweisung der Kamele bewiesen unsere Wuestenfuehrer erstaunlich gute Menschenkenntnis. Jovanka bekam es mit Johnny zu tun, und erhielt damit ein eigenwilliges, fuehrungsbewusstes Kamel mit scheinbar unstillbarem Appetit. Trotz mehrjaehriger Reiterfahrung seiner Passagierin fuehrte Johnny seine Jovanka durch manchen Busch, Hauptsache schnell und geniessbar. Auf der anderen Seite hatte Johannes Lala als Reisegefaehrtin erhalten. Lala will immer schneller gehen, als gut fuer sie ist und wird deshalb stets an das Hinterteil eines anderen Trampeltiers gebunden. Im Schlepptau ist sie dann ruhig und etwas vertraeumt, laeuft bei ploetzlichem Halt schon mal aufs besagte Hinterteil auf und hat sich, als man sie einmal draengen wollte prompt - und dann fuer den Reiter ueberraschend - hingelegt. Zum Glueck purtzelte Johannes im angeblich ersten Kamelunfall aller Safaris nur eine Sandduene hinunter. Alles ganz, alles zur guten Unterhaltung der Anweseden.


Unsere Reitstunden wurden unterbrochen von langen Mittagspausen mit denen die groesste Hitze umgangen wurde sowie den beiden Nachtlagern. An beiden Tagen fuehrten uns die Kameltreiber zu Sandduenen hin, sodass wir doch etwas vom ersehnten Wuestengefuehl erhielten. Auch das einfache Essen samt Chai-Tee war durchgehend lecker, aber als es dann um die Entscheidung ueber die Option auf den dritten Tag ging, hatten doch die Oberschenkel das letzte Wort. Statt einem weiteren Tag in der Wuestenschaukel goennten sich zwei sandige Reisende ein paar Stunden am Pool eines feinen Hotels.


Am naechsten Tag ging es dann weiter nach Jodhpur ... und noch ein Fort! Ueberraschung! Aber was fuer eines. Von Titanen sei es erbaut worden, meinen manche. Denn es ist riesig und alt und sowieso. Brav mit Audioguide haben wir es besichtigt, bei einer Hitze, dass die Wasserflaschen unsere Wasserspeicher kaum schnell genug auffuellen konnten. Ausser dem riesigen Fort und dem beeindruckenden Familienkrematorium des oertlichen Maharajas bietet Jodhpur sehnswuerdigkeitsfreudigen Touristen nur wenig. Langsam sehnten sich die beiden Reisenden auch immer staerker nach dem Strand Dius. Eine Woche Meer, Fisch und Ruhe bevor es weiter geht nach Tansania ... es haette so schoen sein koennen, aber erst noch ins vielversprechende Udaipur


Udaipur ist am suedlichesten Zipfel unserer Rajasthan-Reise. Die Stadt liegt an einem See wie hingemalt, sodass sogar Roger Moore alias James Bond in Octopussy eine Szene dort aufnahm. Ob's der Roger war wissen wir nicht, aber irgendjemand hat den See geklaut. Groesstenteils zumindest. Vermutlich war's der abwesende Monsun. In jedem Fall sind die Wasserpegel Udaipurs bis zum Versiegen abgesunken. Man weiss, wo ein See Platz haette und es sind auch noch Reste zu entdecken, aber ansonsten laesst das aktuelle Stadtbild der eigenen Fantasie schon viel Raum. Aber auch ohne Wasser hatte Udaipur seinen Reiz. Feines Essen und ein kleiner Ausflug auf einen naheliegenden Berg trugen zum Wohlbefinden der beiden Reisenden bei.

Aber jetzt nach Diu - oder doch nicht. Von der Odysee des Joquadrats, einer 50stuendigen Reise, indischen Lemmingen und einer Woche ohne Waschbecken erzaehle ich euch morgen.

Vorschau:
Strandleben in Diu