Vor gut zwei Wochen habe ich mich auf den Weg zum Dach der Welt gemacht. Nachdem ich mich durch die vielen Agenturen im Touristenviertel in Kathmandu gekaempft hatte, ging es los Richtung Mount Everest. Um 5.30 (!!!) Uhr wurde ich in meinem Guesthouse abgeholt, um rechtzeitig meinen Flieger nach Lukla zu erwischen. Am Flughafen bin ich bereits das erste Mal mit einer riesengrossen Gruppe aus Malaysia zusammen gestossen. Alle von Kopf bis Fuss eingekleidet mit roten North Face Jacken und Hosen, eine kleine rote Armee auf in die Berge. Als ich dann mein Flugzeug gesehen habe, wurde mir etwas flau im Magen... ziemlich klein das Ding und der Notausgang war mit Material zugesperrt. Erstaunlicherweise hat das kleine Ding aber gar nicht grossartig geschaukelt. Nur als der Pilot die Raeder ausgefahren hat und ich vor uns nichts als einen Berg entdecken konnte, hatte ich so meine Zweifel. Aber nichts da, er setzte doch tatsaechlich auf einer Landebahn auf, die geradeaus Richtung Berg verlief. Fand ich noch eine gute Idee, muessen sie weniger bremsen :-). Und dann traf ich meinen Porterguide Poncha, mit dem ich die letzten zwei Wochen verbrachte. Sein Englisch war leider nicht ganz so atemberaubend und so war unser Unterhaltungspotential bereits nach einer Stunde ausgeschoepft.... Tja, die ersten Tage waren denn ziemlich einsam, zumal ich nie wirklich viel gehen konnte, da ich mich noch an die Hoehe akklimatisieren musste. Am dritten Tag traf ich auf Jules, dem es nicht viel anders erging. Wir beschlossen, von nun an gemeinsam zum Dach der Welt zu wandern und sogar noch in ein Nebental zu gehen. Und so wurden wir denn eine kleine Reisegruppe. Anfangs kam mir die St.Galler Hoehenluft wohl entgegen. Waehrend Jules fast gar nicht mehr schlafen konnte und einige hoehenkrank wurden und den Weg nach unten antreten mussten, ging es mir erstaunlich gut da oben. Einzig mein Appetit war ein Problem. Ja, kaum vorstellbar, ich weiss. Aber ich hatte absolut keinen Hunger und war jedes Mal unheimlich stolz auf mich, wenn ich wenigstens ein Viertel des Tellers leer ass. Und naja, auf den Speisekarten haben sich leider einzig die Preise veraendert - die sind ueberproportional mit den Hoehenmetern gestiegen - und das hat meinen Appetit nun auch nicht unbedingt angeregt.
In Gorak Shep (5140 Meter) hatten wir unseren hoechsten Schlafplatz erreicht. Am gleichen Tag hat es auch die rote malaysische Armee dorthin geschafft. Manche von denen haben nicht mehr ganz so gluecklich ausgeschaut, trotz weichen Daunenjacken und eigenem Arzt. Tja, bei 53 Prozent Sauerstoffgehalt im Blut ist dies auch nicht weiter erstaunlich. Jules und ich wollten natuerlich auch wissen, wieviel wir denn noch im Blut haben. 84 Prozent - angeblich ein guter Wert. Mit diesem Wissen haben wir dann Kala Patthar (5550 Meter) um 5 Uhr morgens (!) in Angriff genommen und hatten ziemlich Glueck. Leider ist momentan nicht grad die beste Reisezeit in Nepal und die grossen Riesen verdecken sich gerne hinter den Wolken. Als ich dann um 7 Uhr auf die 5550 Meter gekraxelt bin und sich der Nebel ein bisschen zu lichten begann, habe ich ganz lieb mit Petrus gesprochen und siehe da, er hat sich meiner erbarmt und den Nebel vertrieben. Zum Vorschein kam der Mount Everest, Lhotse, Nuptse, Lho La und andere Riesen. Die Malaysier hatten am Tag darauf leider nicht ganz so viel Glueck.
Ganz gluecklich haben Jules und ich uns Richtung Gokyo Valley aufgemacht. Unser naechster Schlafplatz war Dzonghla - ein Kaff mit einem Haus und einem Stall. Zur Toilette musste man eine Weide mit Yaks ueberqueren, die meines Erachtens doch etwas komische Laute von sich gaben... und zum Gokyo Valley musste man ueber den Cho La Pass. Dieser Pass wurde mir zusehends unsympatischer. Eine Gruppe musste runterfallenden Steinen ausweichen - finde ich auf 5300 Metern Hoehe nicht so toll - und eine andere Gruppe hat uns erzaehlt, dass es so ca. 25 Meter gibt, bei der jeder Fehltritt katastrophale Folgen hat. Nachdem Jules wieder nur eine Stunde schlafen konnte, haben wir uns entschieden, dieses Tal sein zu lassen und zurueck nach Kathmandu zu gehen. Und so sitze ich nun wieder in Kathmandu, werde morgen zwei Tage mit einem Mountainbike das Kathmandu Valley erkunden und danach muss ich noch schauen, ob ich in Nepal bleibe oder gen Osten fliege. So, und nun gibt es noch einige Fotos... viel Spass!
In Gorak Shep (5140 Meter) hatten wir unseren hoechsten Schlafplatz erreicht. Am gleichen Tag hat es auch die rote malaysische Armee dorthin geschafft. Manche von denen haben nicht mehr ganz so gluecklich ausgeschaut, trotz weichen Daunenjacken und eigenem Arzt. Tja, bei 53 Prozent Sauerstoffgehalt im Blut ist dies auch nicht weiter erstaunlich. Jules und ich wollten natuerlich auch wissen, wieviel wir denn noch im Blut haben. 84 Prozent - angeblich ein guter Wert. Mit diesem Wissen haben wir dann Kala Patthar (5550 Meter) um 5 Uhr morgens (!) in Angriff genommen und hatten ziemlich Glueck. Leider ist momentan nicht grad die beste Reisezeit in Nepal und die grossen Riesen verdecken sich gerne hinter den Wolken. Als ich dann um 7 Uhr auf die 5550 Meter gekraxelt bin und sich der Nebel ein bisschen zu lichten begann, habe ich ganz lieb mit Petrus gesprochen und siehe da, er hat sich meiner erbarmt und den Nebel vertrieben. Zum Vorschein kam der Mount Everest, Lhotse, Nuptse, Lho La und andere Riesen. Die Malaysier hatten am Tag darauf leider nicht ganz so viel Glueck.
Ganz gluecklich haben Jules und ich uns Richtung Gokyo Valley aufgemacht. Unser naechster Schlafplatz war Dzonghla - ein Kaff mit einem Haus und einem Stall. Zur Toilette musste man eine Weide mit Yaks ueberqueren, die meines Erachtens doch etwas komische Laute von sich gaben... und zum Gokyo Valley musste man ueber den Cho La Pass. Dieser Pass wurde mir zusehends unsympatischer. Eine Gruppe musste runterfallenden Steinen ausweichen - finde ich auf 5300 Metern Hoehe nicht so toll - und eine andere Gruppe hat uns erzaehlt, dass es so ca. 25 Meter gibt, bei der jeder Fehltritt katastrophale Folgen hat. Nachdem Jules wieder nur eine Stunde schlafen konnte, haben wir uns entschieden, dieses Tal sein zu lassen und zurueck nach Kathmandu zu gehen. Und so sitze ich nun wieder in Kathmandu, werde morgen zwei Tage mit einem Mountainbike das Kathmandu Valley erkunden und danach muss ich noch schauen, ob ich in Nepal bleibe oder gen Osten fliege. So, und nun gibt es noch einige Fotos... viel Spass!
Durbar Square in Kathmandu
Jules und Dashi auf dem Weg nach Lobuche.

Jules und ich im am Eingang/Ausgang des Sagarmalha National Park
Aufstieg zum Kala Pattar um 5 Uhr morgens!







2 Kommentare:
Hei Jovanka
geht ja ganz schön was ab! Ich geniesse hier die EM. Hab auch schon ein Spiel mit Küssi angeschaut.Ansonsten nimmt alles seinen Lauf. Lustig das dein Führer wie der Hund meiner Mutter heisst...
freue mich auf weitere berichte
Gruss Flachlandkoenig
Hallo Jovanka!
Das klingt ja alles sehr interessant und abenteuerlich, aber auch anstrengend! Fröhliches Radeln wünsch ich dir! Wir machen uns nun bald auf den Weg zu den Gletschern und Eisbergen.
Liebe Grüße, weiterhin alles Gute!
Helene
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